Raspberry Pi Zero Rev 1.3 mit Pibow Case zusammenbauen

Raspberry Pi Zero Rev 1.3 mit Pibow Case zusammenbauen

Category : Raspberry Pi

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Es ist Juni 2017 und endlich komme ich mal dazu, mich mit dem Raspberry Pi Zero zu beschäftigen, den ich mir für – ich glaube, es waren 15 EUR – letztes Jahr auf der Maker Faire in Berlin gekauft habe.

Ausgestattet war dieser mit dem Pibow-Gehäuse, so wie einem USB-Kabel von Micro-USB auf Standard-USB, so wie einem Stecker, der HDMI auf Mini-HDMI ermöglicht.

Mittlerweile gibt es seit Februar 2017 bereits ein neues Modell, welches WLAN und Bluetooth 4.0 mit on Board hat. Dieser nennt sich „Raspberry PI Zero W„.

Eigentlich soll der nackte Pi Zero 5 EUR kosten, aber für den Preis ist er schlecht zu bekommen, da die Händler meistens Kits verkaufen. So auch der Pi Zero W, der ohne Alles 10 EUR kosten soll.

Durch meinen Kauf auf der Maker Faire kann ich aber sagen, dass der Händler Pimoroni aus England nach Umrechnung des Wechselkurses recht Nahe dran liegt und auch die Versandkosten nach Deutschland fallen mit 4 GBP nicht sehr hoch aus.
Man bekommt sie dort vor allem auch „ohne Alles“.

Bestellt habe ich dort noch nicht, da ich ja direkt am Stand gekauft hatte, aber es sollte wohl keine Probleme geben.
Sucht unter Google nach „Pimoroni“, oder direkt zur Seite.
Ohne Erfahrung, aber mit gleichgünstigen Preisen wäre noch „The Pihut„, ebenfalls aus England, erwähnt.

Achtet nur darauf, dass England ja nicht mehr zur EU gehört.
Ich kann Euch nicht sagen, ob hier nach dem Gesetz schon „Auslandsbestellung“ gilt, oder noch nicht.
Falls ja, sollte Eure Bestellung inklusive Versand nicht mehr als 29 EUR betragen, dann gibts auch keine möglichen Probleme mit dem Zoll, da Zoll- und MwSt-frei.

Alternativ, wenn man eh die nächste Maker Faire besucht, einfach mal schauen, ob Pimoroni auch wieder mit dabei ist. Die haben tolle Sachen an ihrem Stand.

Beide, Pi Zero und Pi Zero W sind bis auf 802.11n WLAN und Bluetooth 4.0 identisch.

Die weiteren Eckdaten dieses Minis wären:

– Größe der Platine: 65×30 mm²
– 1GHz, single-core CPU
– 512 MB RAM
– Mini-HDMI-Port
– 1x Micro-USB Port
– 1x Micro-USB Powerport
– HAT-komaptibler 40-Pin Header
– CSI Cam-Connector (ab Revision 1.3 – Mai 2016)

Der FPC-Kameranschluss fällt kleiner aus, als beim Standard-Raspberry Pi und erfordert daher ein anderes Kabel.

So, fangen wir mal an…

Wie üblich sind GPIO-Pins beim Raspberry nicht auf die Platine gelötet.
Daher beginnen wir damit, diese zuerst einmal aufzulöten.

Am Besten ist es, wenn Ihr eine Kreuzpinzette (Festhaltepinzette) benutzt, die die Stiftleiste fest an die Platine drückt und einen Lötständer, oder eine dritte Hand.

Es geht auch ohne Ständer, in dem Ihr die Platine mit der Pinzette fixierten Stiftleiste auf den Tisch legt.
Habt Ihr auch keine Pinzette zur Hand, so ist auch das kein Problem:

Lötet zuerst einen einzigen äußeren Pin an. Auch wenn die Stiftleiste vielleicht schief ist. Lötet nun auf der anderen Seite einen Pin an. Zuvor drückt Ihr aber die Stiftleiste für diesen Pin fest auf die Platine.
Ist das Zinn abgekühlt liegt die Leiste am zweiten Pin sauber an. Nun erhitzen wir den ersten Pin noch einmal und schieben die Stiftleiste während dem Erhitzen ebenfalls an die Platine.
Jetzt kann man problemlos die anderen Pins anlöten.

Kleiner Hinweis für Lötanfänger (aber auch Fortgeschrittene): Lötet die Stiftleiste immer abwechselnd an der linken Seite und an der rechten Seite und arbeitet Euch zur Mitte hin.
Somit verhindern wir eine zu starke Hitzeentwicklung in einem Bereich auf der Platine. Gerade, wenn das Löten mangels Übung ein wenig länger dauert.
Macht Pausen, wenn Ihr zu lange auf einer Stelle herumbratet.

Hierzu eine kleine Fotostrecke, wie das aussehen sollte:

 

Nach dem Löten solltet Ihr unbedingt – am besten mit einer Lupe – kontrollieren, dass verwendetes Lötzinn nicht zufällig zwei nebeneinander liegende Stift verbindet. Das würde nämlich einen Kurzschluss auslösen und möglicherweise die Platine grillen.

Ist das geschafft, bauen wir den Pi Zero in sein Gehäuse.

Hinweis: Ich mache das mit dem Gehäuse, um den Artikel zu vervollständigen.
Müssen wir zuerst noch ein Betriebssystem auf eine SD-Karte schreiben, empfiehlt es sich, den Pi Zero noch nicht einzubauen, da das Gehäuse leider einen kleinen Makel hat: Man kommt nach dem Zusammenbauen NICHT mehr an die Karte heran.

Explosionszeichnung des Pibow-Gehäuses

 

Zum Abschluss noch eine Bilderstrecke des Pi Zero von „Aus der Verpackung zum fertigen Computer“

 

So, da wir ja dummerweise nur einen USB-Port haben, kann es möglicherweise schwierig werden, ein Betriebssystem zu installieren. (WLAN-Stick und/oder Tastatur/Maus-Kombi bräuchten mehr als einen USB-Port. Auch wenn man keinen HDMI-tauglichen Monitor und keinen Wandler von XYZ auf HDMI hat wird es schwer.)
Im Artikel „Raspberry Pi Zero Headless installieren“ erkläre ich Euch Schritt für Schritt, wie Ihr den kleinen Pi trotzdem lauffähig bekommt.


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