Maker Faire Berlin 2016

Seite ausdrucken Seite ausdrucken

icon_berlin_dt

Vom 30.09. bis zum 02.10.2016 wurde die zweite Maker Faire Berlin in der Station veranstaltet, direkt in der Nähe zum Deutschen Technikmuseum. (Da sollte man unbedingt noch Zeit einplanen, um sich die dortige Konrad-Zuse-Ausstellung anzuschauen. Dort steht ein veränderter Nachbau der Z1, des ersten mechanischen Rechenwerks.)

Es waren rund 900 Maker an 200 Ständen beteiligt und es gab über 50 Workshops und Vorträge. 17.500 Menschen besuchten diese Messe und einer davon in diesem Jahr war ich.

Es war einfach faszinierend, was es dort alles zu sehen gab. Und es war für Jeden etwas dabei. Mitmachstände, bei denen man aus altem Elektroschrott postapokalyptischen Schmuck herstellen konnte, für die Kleinsten gab es diverse kleinere Platinenprojekte zu löten, es gab Stände, an denen konnte man sich seine eigene Tasche erstellen, mit der Software Tinkercad einfache Objekte entwerfen und danach in 3D ausdrucken, uvm.

Es gab auch an allen Veranstaltungstagen Workshops zu allen möglichen Themen (Bäm my Theremin – Theremin selber bauen, Minecraft Hacking mit Rasperry Pi, Ein variabler Mini-Roboter mit verblüffenden Funktionen, Learn to solder with a Rasperry Zero, usw.).
Leider reichte mir die Zeit nicht aus, um diese mehrstündigen Workshops zu besuchen. Auch nicht die vielen Vorträge zu diversen Themen.
Wer das machen will, sollte daher ein volles Wochenende für die Maker Faire planen.

Für die Kinder wurde sehr viel geboten neben den Mitmachständen, denn so gab es noch einen kostenlosen Zuckerwattestand (die war wirklich sehr lecker), einen ausrangierten Volvo, auf dem LEGO-Grundplatten aufgebracht waren und eine Riesen-Kiste mit Lego-Bauteilen, mit denen die Kinder dann ihre Ideen auf dem Volvo bauen konnten. Auch gab es ein großes Audio-Memory-Feld, auf dem die Kinder zwei passende Geräusche erkennen mussten.

Darüber hinaus waren natürlich viele Maker da, die stolz ihre Arbeiten dem Publikum ausstellten. Auch hier wurde einem viel geboten. Die Highlights für mich waren wohl der Tisch-Windkanal, ein sehr detaillierter originalgetreuer R2D2, „Die faszinierenden Maschinen von Leonardo da Vinci“ und einige Stände, die sich mit Urban Gardening beschäftigten.

Insgesamt gab es sehr viele unterschiedliche 3D-Drucker zu sehen, so wie Laser-Cutter, Bestückungsmaschinen, eine Arduino gesteuerte Strickmaschine, ein Papierrobotersystem (ZURI), und, und, und …

Auch gab es Stände, an denen man einige selbstgemachte Dinge, oder auch elektronische Bauteile, Module und Ein-Platinen-Computer kaufen konnte.

So kam ich beispielsweise in den Genuss eines Raspberry Zeros, samt schickem Pibow-Gehäuse und einem Adapter-Kit, bestehend aus einer Doppelseitigen Stifteleiste und zwei USB-Adaptern. Und das Ganze für 15 Euro.

 

Zum Rasperry Zero werde ich noch einen eigenen Artikel schreiben.

Am Bürklin-Stand gab es neben vielen Infos auch zum Mitnehmen das so genannte „ERSTE HILFESET für elektronische Notfälle“. Für Bastler unverzichtbar.

 

Auch gab es – auch wenn ich fand, es hätten ruhig mehr sein können – einige Cosplayer und Steampunker die auf dem Messegelände flanierten.

Cosplayer Lea und Rudolf

 

Abgerundet wurde das Ganze mit guter Verpflegung, wenn auch an einigen Ständen nicht gerade günstig, guter Stimmung und einem Roboter-Fußballturnier.
Ich persönlich war von der fußballerischen Darbietung der „Jungs“ nicht so begeistert, da sie meist sehr Anteilnahmslos neben dem Ball standen, aber faszinierend war, wie die Roboter wieder aufstehen konnten, wenn sie sich mal gefoult hatten und einer umfiel. Egal, ob er nach vorne oder nach hinten umgefallen ist: Er verdrehte so seine Beine, dass er wenige Sekunden später wieder stand.

Und das Wetter war perfekt für den Messebesuch, denn an meinem Besuchertag regnete es und es war doch recht kühl. Dennoch ein wenig schade, denn so ist der Außenbereich doch sehr leer geblieben.

Für mich war es die erste Maker Faire, dennoch bin ich sehr beeindruckt gewesen, wie groß doch schon diese Messe und die Bewegung ist und wie viele Maker und deren Ideen zu bestaunen waren.
Daher freue ich mich schon jetzt auf die dritte Maker Faire in Berlin, wenn am 09. Juni – 11. Juni 2017 die Tore wieder geöffnet werden.

Wen ich jetzt Neugierig gemacht habe, sollte sich daher unbedingt diesen Termin vormerken. Und wer mehr über alle diesjährigen Stände und Sehenswürdigkeiten erfahren möchte, der sollte unbedingt die offizielle Seite der Maker Faire anschauen. Alle Maker findet Ihr direkt unter diesem Link.

Zu guter Letzt noch ein paar persönliche Fotos von mir. Nächstes Jahr gibt es mehr, dann auch zu diversen Ständen, da mein Fokus, wie man sieht, doch eher auf den verrückten Wasteländer-Fahrzeugen lag:


Schreibe einen Kommentar